Dänemark – April 2022

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Nachdem wir zunächst zwei Nächte auf unserem Stammplatz Achtern Diek in Nordermeldorf verbracht hatten, machten wir uns am Ostersonntag auf den Weg nach Dänemark.

Wir hatten alle Stellplätze vorab online gebucht in der Hoffnung, dass wir genug Glück mit dem Wetter haben und so keine Flexibilität bei der Wahl der Orte mehr brauchen würden und somit stand die Reiseroute und jeweilige Aufenthaltsdauer schon fest. Die erste Station war:

Rømø

Wir hatten schon einmal Silvester dort verbracht und da es uns sehr gut gefallen hat und außerdem die Anreise von Norddeutschland aus recht kurz ist, stand schnell fest, dass dies unser erster Anlaufpunkt in Dänemark sein sollte. Nach gefühlt zwei Jahren schlechtem Wetter ist es uns dieses Mal auch wirklich besser ergangen; die gesamte Woche über war es fast durchgehend sonnig, leider noch etwas kühl und teilweise sehr windig, aber eben trotzdem schön. So war dann auch der Standort Lakolk an der Küste eine absolut gute Wahl. Der Stellplatz ist direkt hinter den Dünen gelegen und man kann bequem zu Fuß zum Strand gehen. Hier ist es aber auch üblich, mit dem Auto oder eben gar Wohnmobil direkt auf dem Strand zu stehen. Das hatte uns beim ersten Kurzbesuch ans Meer ein wenig überrascht, auch wenn es eigentlich nicht unbekannt ist, aber man in dem Moment nicht damit rechnet und es bedingt durch Ostern dann auch noch allgemein voll mit Menschenmassen ist. So auch auf dem Areal vor dem Platz, das wie eine eigene kleine Stadt aufgebaut ist mit einem großen kostenlosen (!) Parkplatz, Restaurants, Eisdielen, diversen Geschäften für Klamotten und Touristenkram so wie auch einem Supermarkt.

Kurz gesagt: wir hatten also alles, was man für einen gelungenen Aufenthalt braucht. Der Platz selber ist auch empfehlenswert, wir haben bereits für Pfingsten die nächste Buchung gemacht. Es gibt natürlich theoretisch immer ein paar Kleinigkeiten zu bemängeln, aber insgesamt war alles vorhanden und zufriedenstellend: Strom und Wasser/Abwasser-Versorgung, ausreichend Grünflächen und eben die Dünen im Hintergrund, Sport- und Freizeitmöglichkeiten (Volleyball, Tischtennis, Minigolf, Spielplätze) und gut ausgestattete sanitäre Anlagen. 

Trotzdem haben wir auch zwischendurch noch eine Runde mit unseren E-Bikes über die Insel gedreht und dabei die “Toftum Skole” besichtigt. Für große Unternehmungen ist Rømø nicht unbedingt erste Wahl, aber zur Erholung und wenn man wirklich schöne Natur genießen möchte, absolut empfehlenswert.

Nach drei sehr schönen Tagen haben wir es uns vor der Weiterfahrt nicht nehmen lassen, nach dem Check Out doch auch nochmal mit dem Womo kurz an den Strand zu fahren, einfach um das Feeling zu erleben und ein paar optisch perfekt abgestimmte Fotos zu schießen. An diesem Morgen war es auch noch leer und herrlich ruhig, also ein wirklich toller Moment zum Abschluss.

Dann ging es weiter nach:

Odense

Die drittgrößte Stadt Dänemarks ließ nun eine Art Kontrastprogramm zum vorherigen Aufenthalt erwarten. Auf dem Stellplatz wurden wir gewohnt freundlich empfangen und waren auch hier wieder mit der gesamten Ausstattung sehr zufrieden. Besonders die auffällige Sauberkeit der sanitären Anlagen und die gute Pflege des Platzes hat uns positiv überrascht, denn das hatten wir vor einiger Zeit auf mehreren dänischen Plätzen ganz anders erlebt. Am meisten fasziniert hat mich, dass vor jeder Tür der Anlagen ein Schuhabtreter aufgestellt war, das fand ich eine super Idee und hatte ich in der Form auch auf sonst keinem Platz vorher so gesehen.

Am zweiten Tag haben wir morgens ein nahe gelegenes Freilichtmuseum besichtigt, in dem alte ländliche Bauten nachgestellt wurden.

Das entspricht zwar eigentlich nicht so unbedingt meinem Interesse, aber das Museum ist sehr schön gestaltet und mit zusätzlichen Attraktivitäten wie einigen Tieren, kleinen Spielereien und einem Cafe durchaus für fast jeden sehenswert, bei schönem Wetter sonst auch einfach für einen abwechslungsreichen Spaziergang zu gebrauchen.

Zum späten Mittag hin sind wir dann noch mit den Bikes in die gut erreichbare Innenstadt gefahren. Die hat ungefähr das zu bieten, was man auch so erwarten würde: Sehenswürdigkeiten wie Kirchen und touristische Attraktionen (zum Beispiel H. C. Andersens Haus, verschiedene Museen), die üblichen Läden zum Shoppen und Einkaufen sowie ausreichend Gastronomie. So haben wir dann auch dort die Möglichkeit wahrgenommen, auswärts Abendessen in der Sonne zu genießen und einen absoluten Glückstreffer gelandet: das Lokal direkt am/im Rathaus hat uns mit freundlichem, kompetenten Service und köstlichem Essen zu einem moderaten Preis komplett überzeugt.

Ein guter Ausklang also, bevor es am nächsten Morgen weiter ging zur letzten Station:

Kolding

Hier hatten wir einen Platz gebucht, der etwas weiter abgelegen der Innenstadt war.

Da es sonst nur einen nicht in Frage kommenden kleinen Stellplatz direkt am Hafen gab und wir auch davon ausgegangen sind, dass es ja mit E-Bikes sowieso kein Problem ist, auch mal die Stadt sehen zu können. Auf der Fahrt zum Platz kamen uns diesbezüglich aber schon erste Zweifel, da der Weg doch recht lang und beschwerlich (mit scheinbar endlosen Straßen und diversen Steigungen) erschien. Bei der Ankunft wurden wir aber erstmal von dem tollen Ausblick aufs Wasser und dem unschlagbar freundlichen Empfang des Betreibers positiv davon abgelenkt. Auch die absolut modern und komfortabel ausgestatteten sanitären Anlagen hier haben restlos überzeugt.

So haben wir den Tag mit einem kleinen Spaziergang zum Wasser und noch einem gemütlichen Abend bei sonnigem Wetter am Grill ausklingen lassen und beschlossen, am nächsten Vormittag die Tour zu wagen. Diese gestaltete sich nur anfangs mit einer vermeintlichen Abkürzung durch ein Waldstück sehr abenteuerlich, der Rest des Weges war (bis auf zeitweise unangenehmen Gegenwind) dann aber doch akzeptabel. Die Stadt selber hat für mein Befinden bis auf das “Koldinghus” (historisches Schloss/Museum) nicht besonders viel zu bieten. Die Gegend und teilweise die Bauten sind nett anzusehen und es herrscht eine gemütliche, friedliche Atmosphäre.

Im Grunde hat man aber schnell alles gesehen, wenn man sich nicht für eine spezielle Attraktion besonders interessiert und diese dann ausführlicher besichtigt. Für mich also ein typischer Fall von “schön, mal dort gewesen zu sein, aber landet nicht auf der Liste der bevorzugten Orte für eine Rückkehr”

Fazit

Insgesamt war es ein toller, erholsamer und abwechslungsreicher Urlaub. Durch die verhältnismäßig wenigen Stationen und relativ kurzen Wege dazwischen hat es sich auch nicht (wie oft üblich) viel zu kurzweilig angefühlt, man konnte Ruhe genießen und auch ein bisschen was erleben.

Rømø wird sicherlich immer mal wieder eine Reise wert sein, ansonsten würde ich auch gerne noch weitere Orte/Regionen in Dänemark besuchen, die ich noch nicht kenne, speziell die ganz nördliche Gegend würde mich dann interessieren.

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